VAV Unfallversicherung

Der private Unfallschutz im Alltag und in der Freizeit

FAQ - Abschluss

Wer benötigt eine private Unfallversicherung?

Grundsätzlich jeder. Die private Unfallversicherung soll schwere Unfallfolgen finanziell abfangen.

Dies ist besonders bei Freizeitunfällen relevant, da die gesetzliche Unfallversicherung nur für die Folgen von Arbeitsunfällen aufkommt. Im Falle eines Freizeitunfalles leistet die gesetzliche Sozialversicherung (Krankenversicherung) zwar für die Erstversorgung und medizinische Behandlung, für (invaliditätsbedingte) Einkommenseinbußen nach einem Freizeitunfall leistet die gesetzliche Unfallversicherung allerdings nicht.

Nichterwerbstätige Ehepartner, Vorschulkinder und Pensionisten - obwohl besonders gefährdet - fallen nicht unter die gesetzliche Unfallversicherung. Hier empfiehlt sich ebenfalls eine private Unfallversicherung.

 

Was ist der Unterschied zwischen privater und gesetzlicher Unfallversicherung?

Die gesetzliche Unfallversicherung deckt lediglich Unfälle, die sich am Arbeitsplatz oder auf dem Weg dorthin ereignen (Arbeitsunfall- und Berufskrankheiten-Versicherung). Betroffene können hier mit einer Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension rechnen, die vor allem bei jüngeren Arbeitnehmern jedoch weit unter dem Aktiveinkommen liegt.

Die Mehrheit der Unfälle (ca. 75 %) findet jedoch in der Freizeit statt. Bei Freizeitunfällen gibt es aber eine Versorgungslücke. Zwar ist die Erstversorgung, die medizinische Wiederherstellung im Krankenhaus, Rehabilitation sowie die Versorgung mit Heilbehelfen, Hilfsmitteln und Medikamenten durch die gesetzliche Sozialversicherung (Krankenversicherung) gedeckt, für Einkommenseinbußen nach einem Freizeitunfall leistet die gesetzliche Unfallversicherung allerdings nicht.

Deckungen gesetzliche Unfallversicherung private Unfallversicherung
Arbeitsunfälle ja ja
Freizeitunfälle nein ja
Unfälle in der Schule ja ja
Unfälle am Weg von und zur Arbeit / Schule ja ja
nicht erwerbstätige Ehepartner nein ja
Vorschulkinder nein ja
Pensionisten nein ja

Quelle: Arbeiterkammer Oberösterreich

Muss ich beim Abschluss einer Unfallversicherung Gesundheitsfragen beantworten?

Generell ja. Bei der VAV gibt es aber auch die Möglichkeit, die Deckungsvariante „Schnellabschluss“ zu wählen, bei welcher keine Gesundheitsfragen (Fragen zum Gesundheitszustand, Vorerkrankungen etc.) beantwortet werden müssen.

Weitere Informationen finden Sie unter Leistungen und Zusatzbausteine.

FAQ - Allgemeines zur Unfallversicherung

Was gilt als Unfall?

Von einem Unfall spricht man, wenn die betroffene Person durch ein plötzliches (zeitlich begrenztes), unfreiwilliges, von außen einwirkendes Ereignis eine Gesundheitsschädigung erleidet.

Beispiele sind: Sie stürzen, erleiden einen Autounfall oder verletzen sich akut beim Sport. Erkrankungen oder Abnutzungserscheinungen fallen jedoch nicht unter diese Definition, ebenso wenig wie selbst herbeigeführte Unfälle.

Wie ist das Verhältnis von Freizeitunfall zu Arbeitsunfall, was geschieht häufiger?

Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (FKV) passieren ca. 75 % aller Unfälle im Haushalt, in der Freizeit oder beim Sport. Im Jahr 2017 verletzten sich 784.300 Menschen bei Unfällen, davon 303.900 (39 %) Menschen bei Haushaltsunfällen und 285.900 (36 %) in der Freizeit bzw. beim Freizeitsport. Damit haben Haushaltsunfälle sowie Unfälle in der Freizeit den höchsten Anteil an Unfällen in Österreich.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des KVF.

 

Was unterscheidet die Unfallversicherung von einer Krankenversicherung bzw. einer Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Krankenversicherung (gesetzliche Sozialversicherung) leistet zwar für die Erstversorgung, die medizinische Wiederherstellung im Krankenhaus, die Rehabilitation und die Versorgung mit Heilbehelfen, Hilfsmitteln und Medikamenten. Für (invaliditätsbedingte) Einkommenseinbußen nach einem Freizeitunfall leistet die Krankenversicherung allerdings nicht.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung leistet in der Regel nur, wenn Sie in Folge eines Unfalles oder einer Erkrankung berufsunfähig werden. Die Unfallversicherung hingegen leistet nach einem Unfall - unabhängig von der Berufsunfähigkeit.

FAQ - Versicherungsleistungen im Schadenfall

Was ist im Schadenfall gedeckt?

Eine Übersicht über unsere Versicherungsleistungen im Schadenfall finden Sie unter Leistungen & Zusatzbausteine.

Leistet die VAV auch bei Sportunfällen?

Im flexiblen Unfalltarif der VAV können Sportunfälle miteingeschlossen werden.

Mit dem Sportpaket können vereinsmäßig ausgeübte Mannschaftssportarten (wie zum Beispiel: Handball, Volleyball, Basketball, Faustball, Eishockey, Land- und Hallenhockey) mitversichert werden, sofern es sich nicht um Berufssport handelt. Kinder bis zum vollendeten 15. Lebensjahr sind für alle Sportarten mitversichert.

Mit dem Urlaubssportpaket können Sie sich anlassbezogen gegen Risiken bei der Ausübung von gefährlichen Freizeitaktivitäten wie zum Beispiel Tandem-Fallschirmspringen, Rafting, Parasailing oder Bungee Jumping absichern.

Welche besonderen Leistungen bietet die VAV Unfallversicherung?

Besondere Highlights der VAV Unfallversicherung:

Schmerzensgeld bei Spitalaufenthalt:  Ab einem ununterbrochenen unfallbedingten Spitalsaufenthalt von 7 Tagen zahlt die VAV ein Schmerzensgeld in der Höhe von EUR 3.000,00 oder EUR 5.000,00 (abhängig vom Versicherungsschutz) 

Urlaubssportpaket: Mit dem Urlaubssportpaket können Sie sich gegen Risiken bei der Ausübung gefährlicher Freizeitaktivitäten wie Tandem-Fallschirmspringen absichern.

Sportpaket: Vereinsmäßig ausgeübte Mannschaftssportarten wie Handball, Volleyball oder Basketball können mitversichert werden. 

REHA-Pauschale (Variante Umfassender Schutz): Sie bekommen eine einmalige Pauschalzahlung in der Höhe von EUR 4.000,00 bei einem ärztlich angeordneten stationären Rehabilitiationsaufenthalt von mindestens 3 Wochen.  

Gibt es Unfälle, für die die VAV Unfallversicherung nicht aufkommt?

Ja, es gibt Unfälle, für die private Unfallversicherungen in der Regel nicht aufkommen. Ausgeschlossen sind zum Beispiel folgende Unfall­ursachen:

  • Kriegs- oder Bürger­kriegs­ereig­nisse,
  • Atom­energie und Strahlen allgemein,
  • Folgen einer Heilbe­hand­lung,
  • Unfälle mit Luft­fahr­zeugen,
  • Teil­nahme an Renn­ver­anstaltungen

Zudem kommt die Unfallversicherung nur für die durch den Unfall hervorgerufenen Folgen auf. Waren vom Unfall beeinträchtigte Körperteile oder Sinnesorgane bereits vor dem Schadensfall beeinträchtigt, wird der Invaliditätsgrad um die Vorinvalidität gemindert.

FAQ - Unfallassistance, Gliedertaxe, Progression

Assistance - was ist das?

Nach einem unfallbedingten stationären Spitalsaufenthalt werden an Ihrem ständigen Wohnort folgende Leistungen für bis zu 6 Wochen organisiert und bezahlt: Heimhilfe, Essensversorgung, psychologische Betreuung, Besuchsreise für eine Begleitperson, kostenlose Rechtsberatung, Einholung einer zweiten ärztlichen Meinung (Second Opinion), Beratung für REHA und Auslandsversicherung.

Was bedeutet der Begriff Gliedertaxe und was muss ich beim Abschluss beachten?

Mit der Gliedertaxe wird der Invaliditätsgrad der verunfallten Person beurteilt. Für die oberen und unteren Gliedmaßen, Organe sowie Sinne werden Prozentsätze festgelegt, die den Invaliditätsgrad und damit die Versicherungsleistung im Falle eines (Funktions-)Verlustes bestimmen.

Der Wert in der Gliedertaxe entspricht immer dem völligen (Funktions-)Verlust des definierten Körperteils. Der häufigere Fall ist jedoch eine teilweise Einschränkung – dieser wird meist als Bruchteil angegeben, z.B. die Hälfte des Augenwertes.

Nicht jeder Körperteil ist in der Tabelle für die Gliedertaxe aufgelistet. In einem solchen Fall schätzt ein Arzt ein, inwieweit die Leistungsfähigkeit der verunfallten Person nach einem Unfall eingeschränkt ist.

Bei der VAV können Sie gegen eine Mehrprämie die verbesserte Gliedertaxe miteinschließen! Damit steigt die Versicherungsleistung bei Vollinvalidität nach einem Unfall.

Ausschnitt der VAV Gliedertaxe (Invaliditätsgrad in % bei völligem (Funktions-)Verlust)

 

Was bedeutet Progression?

Der Begriff Progression bedeutet, dass die Höhe der Versicherungsleistung im Fall von Dauerinvalidität bei höheren Invaliditätsgraden überproportional ansteigt. Dadurch sind Sie vor den Folgen schwerer Unfälle besser abgesichert.

Genauer gesagt stellt die Progression jenen Prozentsatz dar, um den die Grundversicherungssumme bei Dauerinvalidität - entsprechend dem festgestellten Invaliditätsgrad - erhöht wird.

Die VAV bietet eine Progression von 500 %, d.h. bei 100 % Dauerinvalidität entspricht die Leistung 500 % der gewählten Versicherungssumme.

 

In der Tabelle finden Sie unsere Leistungen bei einer Versicherungssumme von EUR 100.000,00 für die Deckungsvarianten Ausgewogener Schutz und Umfassender Schutz:

Invaliditätsgrad Versicherungsleistung "Ausgewogener Schutz"
 
 bis 25% Dauerinvalidiät  gemäß dem festgestellten Invaliditätsgrad
 bei 50 % Dauerinvalidität  EUR 100.0000,00
  bei 75 % Dauerinvalidität  EUR 225.000,00
 bei 100 % Dauerinvalidität  EUR 500.000,00
Invaliditätsgrad Versicherungsleistung "Umfassender Schutz"
 
 bis 25% Dauerinvalidiät  gemäß dem festgestellten Invaliditätsgrad
 bei 50 % Dauerinvalidität  EUR 150.0000,00
  bei 75 % Dauerinvalidität  EUR 300.000,00
 bei 100 % Dauerinvalidität  EUR 500.000,00

In der Variante Schnellabschluss – ohne Gesundheitsfragen beträgt die maximale Versicherungssumme EUR 75.000,00, die Versicherungsleistung im Schadenfall ist daher entsprechend niedriger.

Bei maximaler Versicherungssumme von EUR 75,000,00 stehen Ihnen im Schadenfall folgende Versicherungsleistungen zu:

Invaliditätsgrad Versicherungsleistung "Schnellabschluss"
 
 bis 25% Dauerinvalidiät  gemäß dem festgestellten Invaliditätsgrad
 bei 50 % Dauerinvalidität  EUR 75.0000,00
  bei 75 % Dauerinvalidität  EUR 168.750,00 
 bei 100 % Dauerinvalidität  EUR 375.000,00
Die VAV Versicherung verwendet Cookies um Ihnen einen optimalen Service auf der Website zu gewährleisten. Wenn Sie fortfahren stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Informationen
OK